| DRESDEN / HOFPFARRKIRCHE |
Die 1739-55 erbaute ehemalige katholische Hofkirche wurde 1980 zur Kathedrale des Bistums Dresden-Meißens erhoben. Sie ist neben der zerstörten Frauenkirche der kunstgeschichtlich bedeutendste Kirchenbau Dresdens. Diese spätbarocke Basilika besteht aus drei Schiffen und enthält vier Kapellen. Die Pläne schuf der vorher in Warschau tätige Italiener Gaetano Chiaveri, die Bauleitung hatte er aber nur bis 1749 inne. Seine Nachfolger waren Sebastian Wetzel, Johann Christoph Knöffel und Julius Heinrich Schwarze, durch den der Turmentwurf Chiaveris auf 83m gestreckt worden ist. Die ursprünglich unter der Sakramentskapelle befindliche königliche Gruft wurde gegen Ende des 18.Jh. durch einen Gruftraum unter dem nordwestlichen Schiff erweitert. 1900 erfolgte der Einbau eines weiteren Gruftraumes unter dem Südostschiff. Auch diese Kirche war schwer zerstört worden, doch fing man bald nach dem Kriege an, Teile dem Gottesdienst nutzbar zu machen. Noch sind einzelne Einrichtungsgegenstände nicht vollständig rekonstruiert. Ein Teil der Ausstattung hat durch Auslagerung bzw. Einmauerung die Zerstörung überstanden. Dazu gehören die meisten Gemälde, der Kanzelkorb, das Orgelwerk und die reichen Silberschmiedearbeiten des Hochaltars. Alle übrigen Teile, die Marmoraltäre, der Stuckmarmorschmuck, aber auch der Rahmen des Hochaltargemäldes und der Prospekt der geretteten Silbermann-Orgel mußten nach sehr unterschiedlichen Vorlagen neu gearbeitet werden. Auch das Gestühl des Mittelschiffs wurde völlig neu geschaffen. |