WIENER NEUSTADT, NÖ / GEORGSKAPELLE


Georgskapelle
Georgskapelle
   


Wappenwand
Die Wappenwand  
  

 
Georgskapelle
Innenraum

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Die Georgskapelle befindet sich in der ehemaligen Burg des Landesfürsten. Es ist eine Vierturmburg aus dem 13. Jahrhundert, ausgebaut im 15. Jahrhundert als Residenz des Habsburgers Friedrich III.

Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die St. Georgs-Kapelle in den Westtrakt der Burg eingebaut. Die gotische Hallenkirche birgt wertvolle Glasgemälde und die Wappenwand.

In der Burg wurde 1459 Kaiser Maximilian I. geboren, den man 1519 in der St. Georgs-Kapelle beisetzte. 1752 bestimmte Kaiserin Maria Theresia die Burg zum Sitz der von ihr gegründeten Militärakademie.
Nach dem Erdbeben von 1768 blieb von den Türmen nur der Nordwestturm ("Rakoczy-Turm") unzerstört. Von kurzen Unterbrechungen abgesehen (1919 bis 1934 und 1938 bis 1958), berherbergt die Burg bis in die Gegenwart die "Theresianische Militärakademie".
Im 2. Weltkrieg durch Bomben weitgehend zerstört, wurden Burg und St. Georgs-Kathedrale (seit 1963) nach dem alten Vorbild mustergültig wiederaufgebaut.

Der ursprüngliche Hauptaltar steht auf sieben Altarstufen. Hier wurde Kaiser Maximilian I., seinem Testament entsprechend, im Jahr 1519 als Büßer - aber wie sein Vater im Ornat des St. Georgs-Ritterordens - unter den Altarstufen so beigesetzt, daß der Priester während der Messe über seinem Herzen stand.

Der erste Hauptaltar der Kirche soll ein gotischer Altar mit einem Gemälde von (oder nach) Albrecht Dürer, " Die Taufe im Jordan", gewesen sein. Dieser Altar wurde von Erzherzog Maximilian III. durch einen Flügelaltar ersetzt, der an der Außenseite die gleiche Darstellung wie die Votivtafel trug.

Im Jahr 1770 wurde im Zuge der Arbeiten zur Aufstellung des von Kaiserin Maria Theresia gestifteten neuen Hauptaltares der Sarkophag von Kaiser Maximilian I. entdeckt und kommissionell geöffnet. Dabei wurden die sterblichen Überreste untersucht und in einen neuen Sarkophag umgebettet. Die beiden Seitenaltäre wurden damals durch barocke Altäre ersetzt.