LILIENFELD, NÖ / STIFT


Stift Lilienfeld
Stift Lilienfeld

Stift Lilienfeld
Stift Lilienfeld

 
   

Das Siegel mit dem österr. Bindenschild
Siegel mit Bindenschild
   


Im Jahre 1202 gründete der Babenberger-Herzog Leopold der Glorreiche an dem Orte, "der bisher Lielenvelt genannt wurde", ein Zisterzienserkloster, dem er den Namen Mariental zudachte. Am 30. November 1230 wurde der Ostteil der großartig geplanten Klosterkirche geweiht. 1262 waren das Münster und die wichtigsten Gebäude des Klosters vollendet.
Im 17. Jhdt. wurde der Süd- und Westrakt errichtet, in dem auch die Kaiserzimmer untergebracht wurden. 1666 - 1674 errichtete man das neue Konventgebäude, um 1700 entstand die barocke Bibliothek und 1716 - 1747 die Barockeinrichtung der Stiftskirche. Im Jahre 1789 wurde das Stift durch Kaiser Joseph II. aufgehoben, 1790 wurde es von seinem Nachfolger Leopold II. wiedererrichtet.

Dieses Zistersienserstift, Grablege von Leopold VI. und seiner Tochter Margarethe sowie Cimburgis von Masowien (Mutter von Kaiser Friedrich III.), ist das größte mittelalterliche Kloster Österreichs und das größte Bauwerk aus der Babenbergerzeit. 
Im Stift wird eine Urkunde des letzten Babenbergerherzogs (Friedrich II. der Streitbare) von 1230 aufbewahrt, auf der im Siegel erstmals der österreichische Bindenschild verwendet wird. Lilienfeld ist somit Geburtsstätte unserer Staatsfarben rot-weiß-rot.

An der "Via sacra", der alten Wallfahrtstraße nach Mariazell gelegen, ist Lilienfeld traditionelle Wallfahrtsstation. Die Via sacra von Wien nach Mariazell ist ein Gesamtkunstwerk in der Landschaft, eine Straße durch die Kulturlandschaft Niederösterreichs.

Stift Lilienfeld ist aber nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch seine gelehrten Mönche genießen großen Ruhm (Mönch Christian von Lilienfeld, Abt Ulrich).

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