| MARIA AMALIA 22.10.1701 - 11.12.1756 |
Maria Amalia war die jüngere Tochter von Kaiser Joseph I. und Amalie Wilhelmine. 1717 wurde sie mit Karl Albrecht, dem Sohn des bayrischen Kurfürsten Max Emanuel, verlobt. Das Brautpaar musste im Ehevertrag die österreichische Erbfolgeordnung nach der Pragmatischen Sanktion anerkennen, was einem Erbverzicht gleichkam. Die Hochzeit fand 1722 unter großer Prachtentfaltung in Wien und München statt. Maria Amalie wurde bald zum Mittelpunkt des Hofes, sie beteiligte sich an der Politik, der Jagd, an Festen, Reisen und Gesellschaften. Auf der anderen Seite war sie aber auch sehr fromm, holte die Barmherzigen Schwestern nach München und pflegte die Tradition der Wittelsbacher Wallfahrten. |
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Maria Amalie hatte sieben Kinder, darunter Maria
Josepha, die später die zweite Gemahlin von Kaiser
Joseph II. wurde. Für Karl Albrecht blieb die österreichische Erbfolgefrage trotz des ausgesprochenen Verzichts offen, er war von den wittelsbachischen Ansprüchen auf die Habsburgerländer überzeugt. Er und seine Gemahlin erhoben nach dem Tod Karls VI. Anspruch auf das habsburgische Erbe, Maria Theresia war aber nicht bereit, nachzugeben. Trotzdem setzte Karl Albrecht seine Wahl zum Kaiser durch und wurde 1742 als Karl VII. zum Kaiser gekrönt, was einen Krieg zwischen Bayern und Österreich auslöste. Maria Amalie hatte Zweifel an der Großmachtpolitik auf der Grundlage eines bayerischen Kurfürstentums und drängte ihren Sohn Max III. Joseph nach dem Tod Karl Albrechts 1745 zum Frieden und Ausgleich mit Wien. Maria Theresia anerkannte nun das Kaisertum Karls VII. Amalie überlebte ihren Mann um 12 Jahre und lebte während dieser Zeit zurückgezogen in ihrer Residenz. |
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