KAISER MAXIMILIAN II.      31.7.1527 - 12.10.1576


Maximilian II.
© Kunsthist. Museum
Gemälde v. Guillaume Serots
  
  

Maximilian II.
© Kunsthist. Museum
Aus der Werkstatt d. N. Neufchatel

 
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Maximilian war der Sohn von Kaiser Ferdinand I. und Anna von Böhmen und Ungarn.
Der weiche und lebensfrohe Prinz erhielt eine gute Ausbildung und war wegen seines gewinnenden Wesens sehr beliebt.
Allerdings rief sein Sympathisieren mit den Protestanten das Mißtrauen seines Vaters, der Verwandten in Spanien und des Papstes hervor. Als Gegenmaßnahme wurde er 1548 mit seiner katholischen Cousine Maria, der Tochter Karls V., verheiratet und nach Spanien geschickt.
1564 trat Maximilian die Regierung an. Bei der Erbteilung hatte er neben Ungarn und Böhmen die niederösterreihischen Lande erhalten.
Den Augsburger Religionsfrieden erfüllte Maximilian in Österreich auf Landesebene und gewährte den evangelischen Adeligen 1568/71 freie Religionsausübung für sich und ihre Untertanen. Diese Bestimmung nahm er in den Städten selbst in Anspruch und leitete damit die Gegenreformation ein.
Im Türkenkrieg 1566-68 (Frieden von Adrianopel) blieb er ebenso erfolglos wie in der Reichspolitik sowie beim Versuch, polnischer König zu werden.
Da er herzkrank war, setzte er 1575 die Wahl seines Sohnes Rudolf II. durch.
Maximilian war sehr gebildet und scharte Gelehrte um sich. Zu seiner Zeit wurden Pflanzen aus dem Orient bekannt (Tulpe, Flieder), und der erste Elefant kam nach Österreich.
Mit seiner ausgleichenden Haltung hatte er entscheidend zur Sicherung des Religionsfriedens und zu einer langen Ruhe im Reich beigetragen.