| KÖNIG PHILIPP II. 21.5.1527 - 13.9.1598 |
Philipp war der Sohn von Kaiser Karl V. und Isabella von Portugal. Die Herrschaft Philipps II. umfasste fast 50 Jahre in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Sie bedeutete die Regentschaft über Gebiete, in denen "die Sonne niemals unterging". Angefangen im Fernen Osten über die Inseln, die zu seinen Ehren Philippinen getauft wurden, bis hin zu den riesigen Kolonien in Amerika; das Imperium, das Philipp II. erbte, bescherte der spanischen Linie der Habsburger eine politische Vormachtstellung, die mehr als ein Jahrhundert lang ihresgleichen suchen sollte. Dies machte ihn zum wichtigsten Monarchen Europas und garantierte Spanien im Abendland eine Vormachtstellung bis weit in das nächte Jahrhundert hinein. Erzogen nach den Wertmaßstäben der Renaissance und der Humanistik war Philipp II. ein Prinz, der dem christlichen Glauben angehörte, ein Rationalist und Mäzen. Er war eifriger Sammler und interessierte sich für wissenschaftliche und künstlerische Strömungen aller Art. Er gründete die erste Akademie für Mathematik und förderte Wissenschaft und Forschung sowie technische Neuerungen seiner Zeit. Ebenso war er Schirmherr der wissenschaftlichen Expeditionen in die Kolonien in Amerika. Philipp II. war ein gebildeter Mann, liebte die Musik und die Schönen Künste.
Dank der verschiedenen ihm
übertragenen Aufgaben lernte er früh das königliche Handwerk. Seit seiner ersten
Regentschaft mit nur 16 Jahren in Abwesenheit seines Vaters perfektionierte er seine
Rolle. Hilfreich waren dabei seine Reisen, die ihn Jahre von Spanien fern halten sollten
und dank derer er Europa kennenlernte. Philipp II. war viermal verheiratet - mit Maria von Portugal, Maria Tudor, Elisabeth von Valois und Anna von Österreich. |