SZÉKESFEHÉRVÁR / STUHLWEISSENBURG, UNGARN


Stuhlweissenburg
Die Statue des Reichsapfels
  


Die königliche Freistadt Stuhlweissenburg liegt an der Budapest-Pragerhofer Strecke der k. u. k. priv. Südbahn, zu deren Brennpunkt diese Station gehört, auf früher sumpfigem Boden, der aber durch Austrocknung urbar gemacht wurde. 

Es ist eine der geschichtlich bedeutendsten Städte Ungarns; war doch hier Jahrhunderte lang die Haupstadt des Landes und wurden in der, noch von Stephan dem Heiligen erbauten »Nagy-Boldogasszony- Kirche« 35 Könige und Königinnen gekrönt. 

Unter dem Hauptschiff des Gotteshauses, das leider während der Türkenzeit total verwüstet wurde, sind 16 Könige, darunter Stephan selbst, bestattet. Während der eifrigen Ausgrabungen unserer Zeit wurden der Schädel jenes ersten Ungarnkönigs sowie seine rechte Hand in den Trümmern der Gruft aufgefunden. Ersterer wird nun in der Stadt selbst, letztere als "theuere Reliquie" in der Ofner Hofkirche aufbewahrt.

Die Stadt war zugleich Aufbewahrungsort der Krönungsutensilien sowie Ort der Schatzkammer und des Königlichen Archivs, wenngleich die Rolle der Hauptstadt im 14. Jahrhundert an Buda abgetreten werden musste.
Symbol der Stadt ist auch heute noch die in der Innenstadt befindliche Statue des Reichsapfels, die wegen ihrer zentralen Lage einen beliebten Treffpunkt darstellt.