MARIA TUDOR      18.2.1516 - 17.11.1558


Maria Tudor
    

© Kunsthist. Museum Wien
Gemälde v. Anthonis Mor

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Maria war die Tochter von König Heinrich VIII. von England und Katharina von Aragón.
Bis zur Annulierung der Ehe ihrer Eltern 1533 wurde sie als englische Thronerbin erzogen.

In seinem Testament wurde sie von ihrem Vater zur Thronfolgerin bestimmt, falls ihr Halbbruder Eduard VI. kinderlos sterben sollte, was 1553 auch eintrat.
Daraufhin proklamierte sich Maria zur Königin und heiratete 1554 den spanischen Thronfolger Philipp, der kurz zuvor zum König von Neapel ernannt worden war. Sie war seine zweite Gemahlin. 
Die Ehe sollte vor allem dazu dienen, Marys Stellung durch die Geburt eines Erben zu festigen.
Kaiser Karl V., in dem Mary ihren Beschützer sah, förderte diese Ehe. Mary war eine strenge Verfechterin des katholischen Glaubens. 

Sie veranlasste die Verfolgung der Protestanten, bei der etwa 300 Menschen starben.
"Bloody Mary" starb 1558 kinderlos.
In der englischen Volksmeinung galt Maria jahrhundertelang als grausame Despotin.