DAS WIENER "ALLGEMEINE KRANKENHAUS"

Am 16.August 1784 eröffnete Kaiser Joseph II. das Wiener "Allgemeine Krankenhaus", das auf kaiserliche Veranlassung auf dem Areal des 1693 erbauten "Großarmenhauses" errichtet wurde.
Das Krankenhaus wurde mit dem Gebär- und Irrenhaus vereinigt und war damit das größte und modernste Spital des 18.Jhdts.
Fast gleichzeitig wurde das Tollhaus, der sog. "Narrenturm", fertiggestellt. Das kreisförmige Gebäude wurde wegen seiner Form vom Volk bald "Kaiser-Josephs-Gugelhupf" genannt.
Das Allgemeine Krankenhaus verfügte über rund 2000 (in vier Klassen eingeteilte) Betten.
  

Das Allgemeine Krankenhaus
"Aussicht des allgemeinen Krankenhauses" (Peter Schaffer, 1793)
       

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DAS JOSEPHINUM

      
Josephinum im 18. Jhdt
Josephinum 18. Jhdt. - Kolorierter Stich von Schütz, Wien o.J.
 


Zur Hebung des medizinischen Niveaus der Feldchirurgen ließ Joseph II. am 7.November 1785 die "Medizinisch-Chirurgische Josephs-Akademie" (Josephinum) in Wien eröffnen. Hier sollten die meist nur "handwerklich" geschulten Feldärzte zu soliden Wundärzten weitergebildet werden.
Bis zum Jahr 1874 bestand die Akademie - sieht man von zwei Unterbrechungen 1820 - 1822 und 1848 - 1854 ab. Zwischen 1874 und 1918 diente das Josephinum weiterhin als militärärztliche Unterrichtseinrichtung. Diese Institutionen betreuten aber nicht mehr die gesamte medizinische Ausbildung der Militärärzte, sondern nur noch typische militärmedizinische Bereiche wie Chirurgie und Hygiene.
Nach dem I. Weltkrieg bestand kein Bedarf mehr an einem militärärztlichen Institut. Daher zog 1920 das 1914 errichtete Institut für Geschichte der Medizin mit seiner Bibliothek in die Räumlichkeiten des Josephinums ein und ist hier bis heute untergebracht.

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