ERZHERZOGIN MARIA ANTONIA (MARIE ANTOINETTE)     
2.11. 1755 - 16.10.1793


Maria Antonia
© Österr. Nationalbibliothek
 

Marie Antoinette
Marie Antoinette

Der Prozess
Der Prozess

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Am 16.Mai 1770 fand in Paris die feierliche Vermählung der jüngsten Tochter Kaiserin Maria Theresias statt: Die 15jährige Marie Antoinette, eigentlich auf den Namen Maria Antonia getauft, heiratete den französischen Dauphin Ludwig (den späteren König Ludwig XVI.).
Maria Theresia wollte damit eine Festigung der dynastischen Beziehungen zwischen Frankreich und Österreich erreichen.
Marie Antoinette fand sich in ihrer neuen Umgebung nur mühsam zurecht. In Versailles war alles für sie ungewohnt, und die steife Etikette ließ kein Privatleben zu.
Mit Missbilligung wurde von der Öffentlichkeit ihre nervöse Unrast, die Vergnügungs- und Verschwendungssucht registriert. "L´Autrichienne", die aus Österreich stammende Monarchin, wurde im Laufe der Jahre zur meistgehassten Frau Frankreichs.
Nachdem ihr Gatte König geworden war, wuchs die Unzufriedenheit der Bevölkerung ständig. Marie Antoinette kümmerte sich nie darum, wie es um ihr Land stand, sie lebte in ihrer eigenen Welt.
1781 brachte die Königin einen Dauphin auf die Welt. Ein letztes Mal schlug der Königsfamilie die Sympathie des Volkes entgegen.
In den Jahren 1788/89 kündigte sich bereits die Revolution an. 1791 wurde Frankreich zur konstitutionellen Monarchie, 1792 wurde die königliche Familie in den Kerker gebracht.
Am 17.Januar 1793 wurde Ludwigs Todesurteil verkündet, vier Tage später wurde es vollzogen.
Am 16.Oktober 1793 wurde auch das Urteil für Marie Antoinette verkündet: Es lautete auf Tod durch das Fallbeil.