| DIE KAISERVILLA IN BAD ISCHL |
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In Ischl, dem Lieblingsort von Franz Joseph und seiner Mutter, sah sich die Erzherzogin Sophie noch im Verlobungsjahr des Kaisers (1853) nach einem passenden Hochzeitsgeschenk für ihren Sohn um. Sie kaufte ein biedermeierliches Landhaus, ließ es großzügig umbauen und mit zwei Flügelbauten erweitern, damit es die Form eines "E" (Elisabeth) erhalte. In den kommenden Jahrzehnten wurde die Kaiservilla zum Treffpunkt der großen Welt, zum Wahrzeichen der Kurstadt Bad Ischl und schließlich zum Pflichtprogramm aller Besucher. Im Jahre 1865 waren alle Arbeiten abgeschlossen: Kaiservilla, Marmorschlössl, Küchengebäude, Pferdeställe, Pavillons und der schöne englische Park haben bis heute ihr Aussehen kaum verändert, lediglich ein Teil der Pferdeställe wurde für die Errichtung einer Musikschule herangezogen. Die Kaiservilla wurde zur herrlichen Sommmerresidenz von Kaiser Franz Joseph I, der sich hier von den Regierungsgeschäften, hauptsächlich bei der Jagd, erholte. Von der Jagdfreude des Kaisers zeugen tausende von Trophäen, die die Wände der Villa schmücken. In der Südwestecke der Villa befand sich das Arbeitszimmer des Kaisers, wo er 1914 das historisch gewordene Kriegsmanifest "An Meine Völker" unterschrieb. Die Kaiservilla ist nach wie vor im Besitze von Nachfahren des Kaisers. Der Großteil des Gebäudes mit all seinen Originaleinrichtungen ist ein Museum. An der Nordwestecke des Kaiserparks findet man das
Marmorschlössl, ein kleines romantisches Schlösschen, welches für Kaiserin Elisabeth
von 1856 -61 erbaut wurde. Heute befindet sich in dem früheren Privatissimum der Kaiserin
das Fotomuseum. |
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