| KAISERIN ELEONORA MAGDALENA VON DER PFALZ-NEUBURG 6.1.1655 - 19.1.1720 |
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Die dritte Gemahlin Kaiser Leopolds I. war die Tochter des Kurfürsten Philipp Wilhelm von der Pfalz und Herzog von Neuburg und der Prinzessin Elisabeth von Hessen-Darmstadt. Eleonora Magdalena hätte das klösterliche Leben dem Prunk des kaiserlichen Hofes von Wien vorgezogen, nahm aber auf permanentes Drängen ihrer Familie den Heiratsantrag Kaiser Leopolds I. an, der zu diesem Zeitpunkt bereits zweimal verwitwet war. Die 1676 geschlossene Ehe verlief dann äußerst harmonisch. Die sehr gebildete Frau wurde Leopold eine wichtige Hilfe und übte starken Einfluss auf die Politik und das Leben bei Hof aus. In den 29 Jahren ihrer Ehe gebar sie dem Kaiser zehn Kinder, darunter die späteren Kaiser Joseph I. und Karl VI. Auch nach des Kaisers Tod - Eleonora überlebte Leopold um 15 Jahre - blieb sie einflussreicher Mittelpunkt des Hofes und scheute sich nicht, ihrem ältesten Sohn, Kaiser Joseph I., kritisch in seine Regierungsgeschäfte hineinzureden. Nach dessen plötzlichem Tod übernahm sie die Regentschaft, bis ihr jüngerer Sohn Karl aus Spanien nach Wien zurückkam. Außerdem widmete sie sich in großer Frömmigkeit der Armen- und Krankenpflege. Während einer Beichte erlitt die Kaiserin einen Schlaganfall und starb wenige Wochen später. Sie wurde auf eigenen Wunsch weder seziert noch einbalsamiert und ist in einem einfachen Nonnenhabit beigesetzt. |