| KAISERIN ELISABETH CHRISTINA 28.8.1691 - 21.12.1750 | 36 |
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Elisabeth Christina war die Tochter von Herzog Ludwig Rudolf von Braunschweig-Wolfenbüttel und Christina Luise von Öttingen. Um in das habsburgische Kaiserhaus einheiraten zu können, musste sie zum katholischen Glauben übertreten, wogegen sie sich zunächst heftig wehrte. 17jährig wurde sie mit dem damaligen König Karl III. von Spanien (später Kaiser Karl VI.) vermählt. Obwohl sie klug und politisch interessiert war, hielt ihr Mann sie von Regierungsgeschäften fern. Nach dem plötzlichen Tod Kaiser Josephs I. musste das Königspaar seine Herrschaft in Wien antreten, obwohl es Spanien nur ungern verließ. Nach acht Ehejahren bekam Elisabeth 1716 endlich einen Sohn, der aber nach wenigen Monaten starb (Leopold Johann). Ein Jahr später schenkte sie Maria Theresia, der späteren Kaiserin das Leben, 1718 und 1724 folgten die Töchter Maria Anna und Maria Amalia. Die Entschlusskraft und Entscheidungsfähigkeit der Mutter prägte auch den Charakter Maria Theresias. Sie erwies ihrer Mutter Zeit ihres Lebens Respekt und Ehre und ließ sie an ihrem Familienleben teilhaben. Korpulenz, Rheumatismus, stark geschwollene Beine und die daraus resultierende Unbeweglichkeit verleideten Elisabeth Christina das Leben. Einige Tage vor Weihnachten 1750 starb sie tiefbetrauert von Familie und Volk. |