ERZHERZOG RUDOLPH      8.1.1788 - 24.7.1831

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Erzherzog Rudolph
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Rudolph war der jüngste Sohn von Kaiser Leopold II. und Maria Ludovika.
Nachdem er vierjährig kurz hintereinander beide Eltern verloren hatte, übernahm sein ältester Bruder Franz II. / I. seine Erziehung.
Ursprünglich für eine militärische Karriere bestimmt, wählte er aber aufgrund seiner schwachen Gesundheit (Epilepsie und Rheumatismus) den geistlichen Stand.
1805 wurde er Amtsgehilfe des Erzbischofs von Olmütz, 1819 Kardinal und 1820 Erzbischof von Olmütz.
Wie sein Onkel Maximilian Franz übte auch er sein Amt sehr liberal aus, wodurch er oft in Konflikt mit der Amtskirche geriet.
1829 legte er mit der aus seinem Privatvermögen finanzierten Gründung der Witkowitzer Eisenwerke (heute Vitkovice) den Grundstein zur Entwicklung der Schwerindustrie im Gebiet von Mährisch-Ostrau.
Die Rudolphshütte (erster Kokshochofen Österreichs) diente hauptsächlich dem Bau von Schienen für die Kaiser Ferdinand-Nordbahn.
Rudolph zeigte von Jugend an Begabung und Interesse für die Musik und war ein Bewunderer und Förderer Beethovens, der ihm 14 seiner Werke widmete, darunter die "Missa Solemnis".
Der Kardinal starb während eines Kuraufenthaltes in Baden bei Wien an einer Gehirnblutung. Sein Herz ist in der Krypta des Domes von Olmütz beigesetzt.