KAISER FERDINAND I.      19. 4. 1793 - 29. 6. 1875

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Kaiser Ferdinand I.
© Österreichische Nationalbibliothek
      

Ferdinand I. nach der Krönung auf dem Balkon der königl. Prager Burg
Ferdinand I. nach der Krönung auf dem Balkon der königl. Prager Burg
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Die erste Dampfeisenbahn
Probefahrt der ersten dampfbetriebenen Eisenbahn auf der Strecke Floridsdorf - Deutschwagram (14.11.1837)
© Österreichische Nationalbibliothek
 

Sarkophag von Kaiser Ferdinand I.
Sarkophag von Kaiser Ferdinand I.
    © Kapuzinerkloster   

Detail vom Sarkophag Kaiser Ferdinands I.
Detail vom Sarkophag Kaiser Ferdinands I.
© Kapuzinerkloster

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Ferdinand war der älteste Sohn von Kaiser Franz II. / I. und seiner 2.Gemahlin Maria Theresia.
     
Er litt seit seiner Geburt an Epilepsie und einem abnorm vergrößerten Schädel ("Wasserkopf"). Er war daher eigentlich ungeeignet, Herrscher über das riesige Habsburgerreich zu werden. Trotzdem wurde er nach dem Tod seines Vaters zum Kaiser gekrönt.
Sein Beiname war "der Gütige", doch vom Volk wurde er bald "Gütinand der Fertige" genannt.
       
1831 wurde Ferdinand mit der sardinischen Königstochter Maria Anna verheiratet. Das Paar hatte keine Kinder. Die Kaiserin war für ihren Gemahl hauptsächlich Pflegerin, da er an manchen Tagen ohne Hilfe nicht gehen oder stehen konnte.
    
Obwohl körperlich behindert, war Ferdinand geistigen Dingen gegenüber aufgeschlossen. Er interessierte sich für Botanik, Naturwissenschaften und Technik.
   
Während seiner Regierungszeit wurde die Kaiser-Ferdinand-Wasserleitung sowie die K.K.Ferdinand-Nordbahn, die erste Dampf-Eisenbahn des Kontinents, in Betrieb genommen. Die Südbahn wurde ausgebaut und die Wiener Philharmoniker gegründet.
      
Die politischen Verhältnisse während des Revolutionsjahres 1848 zwangen Ferdinand, in Olmütz die Regierungsgeschäfte an den Sohn seines Bruders, den erst 18jährigen Franz Joseph, abzugeben.
      
Ferdinand und Maria Anna verbrachten ihren Lebensabend in Prag auf dem Hraschdin oder in Bad Ischl in der Kaiservilla.
Mit 83 Jahren starb Ferdinand in Prag an Altersschwäche.