KAISER FRANZ II. / I.      12. 2. 1768 - 2. 3. 1835

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Kaiser Franz II. / I.
© Österreichische Nationalbibliothek



Kaiser Franz (rechts) im Kreise seiner Familie
Kaiser Franz (rechts) im Kreise seiner Familie, Teil des Gemäldes v. P.Fendi


   
Sarkophag von Kaiser Franz II. / I.
Sarkophag von Kaiser Franz II. / I.
© Kapuzinerkloster

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Sohn von Kaiser Leopold II. und Maria Ludovikas von Bourbon-Spanien und erster männlicher Enkel von Kaiserin Maria Theresia. Er war als Franz II. der letzte Kaiser des Hl. Römischen Reiches, als Franz I. der erste Kaiser von Österreich.

Franz wurde in Florenz geboren und kam erst 1784 als "Kaiserlehrling" nach Wien, wo ihn sein Onkel Joseph II., der keinen Sohn hatte, in seine Rolle als Thronfolger einführte.
Als Onkel und Vater kurz hintereinander starben, folgte ihnen Franz 1792 als letzter Kaiser des Hl. Römischen Reiches auf den Thron.

Franz war an staatspolitischen Dingen nicht sehr interessiert, er war eher ein Familienmensch. Die Regierungsgeschäfte überließ er seinem mächtigen Staatskanzler, dem Fürsten Metternich.
1804 gründete Kaiser Franz II. das erbliche Kaisertum Österreich und nannte sich Franz I. von Österreich. 1806 legte er die deutsche Kaiserwürde ab.
1810 verehelichte der Kaiser seine Tochter Marie Louise mit Napoleon I.

In die Regierungszeit von Kaiser Franz fielen die Schaffung des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches, die Gründung der Oesterreichischen Nationalbank und der Ersten Donaudampfschifffahrtsgesellschaft. Die industrielle Entwicklung schritt unaufhaltsam voran. Aber auch Zensur und Spitzelwesen im Namen der Erhaltung der alten Ordnung prägten diese Zeit.

Kaiser Franz "der Gute", wie er vom Volk genannt wurde, war viermal verheiratet. Aber nur aus seiner zweiten Ehe mit Maria Theresia von Neapel hatte er 12 Kinder.
Kaiser Franz II. / I. starb im Alter von 67 Jahren an einer Lungenentzündung.