KAISER FRANZ I. STEPHAN     8.12.1708 - 18.8.1765

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Kaiser Franz I. Stephan
© Österreichische Nationalbibliothek


  
Reliefdetail vom Doppelsarkophag
Einzug Kaiser Franz I. Stephan in die Krönungsstadt Frankfurt,
Reliefdetail vom Doppelsarkophag
© Kapuzinerkloster


  
Kaiser Franz I. Stephan im Kreise der Vorstände seiner Sammlungen
Kaiser Franz I. Stephan im Kreise der Vorstände seiner Sammlungen
© Österreichische Nationalbibliothek


  
Prunksarkophag von Maria Theresia und Kaiser Franz I. Stephan
Prunksarkophag von Maria Theresia und Kaiser Franz I. Stephan
© Kapuzinerkloster

  

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Die familiären Verbindungen der beiden ältesten Dynastien, Habsburg und Lothringen, waren schon immer eng gewesen. Franz Stephan, der Sohn Herzog Leopolds von Lothringen und der Prinzessin Elisabeth Charlotte von Orléans, kam schon als 15jähriger an den Wiener Hof.
        
Als Enkel des Türkensiegers Karl von Lothringen und der Habsburgerin Eleonora Maria wurde er in die kaiserliche Familie einbezogen. Er war der Liebling Kaiser
Karls VI
., der ihn wie einen Sohn behandelte. Auch von der "Erbtochter" Maria Theresia wurde er sehr geschätzt. Bald galt er als ernsthafter Bewerber um die Hand der Erbprinzessin.
      
1729 wurde Franz Stephan nach dem Tod seines Vaters Herzog von Lothringen und musste in seine Heimat zurückkehren.
          
1736 heiratete er Maria Theresia. Die Ehe der beiden wurde äußerst glücklich, sie hatten 16 Kinder.
                  
1745 wurde Franz Stephan in Frankfurt zum Römisch-Deutschen Kaiser gekrönt.
Franz I. Stephan war ein liebenswürdiger, unkomplizierter, beliebter Mann, wurde aber sein Leben lang verkannt. Seine Gemahlin ließ sich in die Regierungsgeschäfte nicht hineinreden, so blieb ihm genug Zeit, sich seinen wahren Interessen zu widmen. Seine Neigung galt den Naturwissenschaften, er sammelte Mineralien und Münzen und legte somit den Grundstein zu den mineralogischen Sammlungen des Naturhistorischen Museums.
Nach seinen Ideen wurden die Gartenanlagen und der Tierpark (ältester öffentlich zugänglicher Tierpark Europas) von Schönbrunn gestaltet.
             
Dank seines wirtschaftlichen Geschickes häufte der Kaiser ein riesiges Vermögen an. Sein Erbe Josef II. konnte mit einem Teil davon (12 Millionen Gulden) das Staatsbudget sanieren.
                  
Der Kaiser starb 56jährig völlig unerwartet während der Hochzeitsfeierlichkeiten für seinen Sohn Leopold in Innsbruck an einem Schlaganfall.
     
Maria Theresia war untröstlich. Sie ließ ihre langen Haare abschneiden, verschenkte Schmuck und kostbare Kleider und trug nur mehr Witwentracht.
Das Sterbezimmer in der Innsbrucker Burg ließ sie in eine Kapelle umbauen.