KAISER JOSEPH I.     26.7.1678 - 17.4.1711                         

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Kaiser Joseph I.
© Österreichische Nationalbibliothek
    

Detail Sarkophag Nr.35
Detail Sarkophag Nr.35
Schlacht v. Turin
© Kapuzinerkloster


Detail Sarkophag Nr.35 - Vanitassymbol, Helm mit offenem Visier und Brustwehr
Detail Sarkophag Nr.35 - Vanitassymbol, Helm mit offenem Visier und Brustwehr
© Kapuzinerkloster


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Im Gegensatz zu seinen Eltern, Kaiser Leopold I. und Kaiserin Eleonora Magdalena, die beide besonnene Charaktere waren, war Joseph ein Draufgänger, waghalsig und ungestüm. Er ritt seine Pferde selbst zu, war bei allen weiblichen Wesen sehr beliebt, hielt nicht viel von Frömmigkeit und war ausgesprochen abenteuerlustig. Sein Aussehen war für den damaligen Geschmack blendend.

Mit neun Jahren wurde Joseph zum König von Ungarn, mit elf Jahren zum römischen König gekrönt.

Er war ein ausgezeichneter Musiker, begabt und hochgebildet, beherrschte sieben Sprachen perfekt und war ein ausgebildeter Architekt. Joseph legte den Grundstein zum Bau von Schloss Schönbrunn, ließ die Wiener Kanalisation anlegen, gründete das Kärntnertortheater und veranlasste die Gießung der "Pummerin" aus den erbeuteten türkischen Kanonen.

Dank seines großen Feldherren Prinz Eugen von Savoyen war der Kaiser auch im Krieg sehr erfolgreich.

1699 wurde Joseph mit Amalia Wilhelmine verheiratet.
Mitte April 1711 wurde Joseph während eines Jagdausfluges von plötzlichem Unwohlsein befallen und in die Hofburg zurückgebracht. Dort starb der junge Kaiser im Alter von 33 Jahren an den schwarzen Blattern.

Joseph hinterließ keinen männlichen Erben, da sein einziger Sohn Leopold Joseph als Säugling verstarb.