KAISER KARL VI.     1.10.1685 - 20.10.1740                           

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Kaiser Karl VI.
© Österreichische Nationalbibliothek

   
Sarkophag von Kaiser Karl VI.
Sarkophag von Kaiser Karl VI.
© Kapuzinerkloster

  
    
 
Kaiser Karl auf dem Totenbett
Kaiser Karl auf dem Totenbett
Zeichnung von Salomon Kleiner
© Österreichische Nationalbibliothek
  

 

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Karl VI. war der jüngere Sohn von Kaiser
Leopold I.
und Eleonora von der Pfalz und Vater der Kaiserin Maria Theresia. Er war der letzte Habsburger im Mannesstamm.
Karl war vom Vater dazu ausersehen worden, das "Spanische Erbe" (Spanien und seine Kolonien) nach dem Tod des letzten spanischen Habsburgers Karl II. zu übernehmen. Als Karl III. fühlte er sich in Spanien sehr wohl, und seine dort verbrachten Jahre prägten ihn.
Nach dem frühen Tod seines Bruders Kaiser
Josephs I.
musste Karl nach Wien zurückkehren und wurde 1711 in Frankfurt zum deutschen Kaiser (Karl VI.) gekrönt.
  
Karl führte in Wien das spanische Hofzeremoniell ein, beauftragte den Bau der Winterreitschule (heute Spanische Reitschule am Josefsplatz) und stiftete die Karlskirche.
Er ließ aber auch Fernverkehrsverbindungen wie die Triesterstraße anlegen. Unter seiner Regierung erreichte Österreich seine größte Ausdehnung.
  
1708 heiratete Karl Elisabeth Christina von Braunschweig- Wolfenbüttel. Die Ehe war sehr glücklich, doch ein männlicher Erbe blieb dem Kaiser versagt. Nur zwei Töchter erreichten das Erwachsenenalter: Maria Theresia, die spätere große Kaiserin, und Maria Anna.
Dies war für Karl der Anlass zur Inkraftsetzung der "Pragmatischen Sanktion", einem Erbfolgevertrag, der den Töchtern den Anspruch auf die Nachfolge garantierte. Seiner Tochter Maria Theresia ihr gewaltiges Erbe zu sichern wurde zum wichtigsten Ziel Karls Regierung.
     
Sein Lieblingsschloss war die Favorita, das heutige Theresianum, wo Karl auch nach einer Erkältung starb, die er sich während der Jagd zugezogen hatte.