| SCHLOSS LAEKEN (BRÜSSEL / BELGIEN) |
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| Das Schloss von Schonenberg in
Laeken wurde im Auftrag der österreichischen Erzherzöge und Generalgouverneure der
Niederlande, Maria Christina von Österreich und
Albert von Sachsen-Teschen, erbaut. Die Pläne wurden vom französischen Architekten Charles de Wailly entworfen und
vom Bauunternehmer und Architekten Louis Montoyer zwischen 1781 und 1785 ausgeführt. Das
Schloss war gedacht als Landgut für die Erzherzöge, die sich aktiv an der Ausarbeitung
des Baukonzepts beteiligten. Zentral im Schloss, das im neoklassischen Stil gebaut wurde,
befindet sich ein majestätischer italienischer Salon, der mit Basreliefs von
Gilles-Lambert Godecharle geschmückt wurde, in denen die Tierkreiszeichen dargestellt
werden. Der Schlossgarten wurde nach den Anweisungen des bekannten englischen
Gartenarchitekten Lancelot Brown angelegt. Die neue Verfassung sah Sommer- und Winterresidenzen für den König vor, der sich alle zwei Jahre ein Jahr lang in den Südlichen Niederlanden aufhielt. Das Schloss von Laeken wurde ihm dazu zur Verfügung gestellt. Das Schloss von Schonenberg wurde in der niederländischen Zeit verschönert und um ein Theater und eine Orangerie erweitert, die von Henry gebaut wurden. Die Revolution setzte 1830 dem niederländischen Regime ein Ende. Im Jahre 1831 hielt König Leopold I. seinen Einzug in Laeken. Er sorgte dafür, dass die Domäne erweitert wurde, aber am Schloss selber wurde während seiner Regierung kaum etwas geändert. Leopold II. hingegen interessierte sich besonders für Architektur und Städtebau. Er ließ im Laekener Schlossgarten einen prächtigen Komplex von Treibhäusern bauen. Das Schloss selber wurde Anfang dieses Jahrhunderts um zwei Seitenflügel erweitert, die von Girault entworfen wurden. Der König hatte die Absicht, in der Domäne einen "Palast der Nation" zu bauen und wollte eine unterirdische Eisenbahnverbindung dorthin herstellen. In dieses Konzept passte auch der Bau des Japanischen Turms und des Chinesischen Pavillons. Die Teile der Laekener Domäne, die zum persönlichen Besitz des Königs gehörten, wurden dem Staat zusammen mit anderen Immobilien vom König geschenkt. Diese Güter werden von der Königlichen Stiftung verwaltet. Nach dem Tode von Leopold II. stellte der Staat die Domäne
und das Schloss Laeken der Königlichen Familie weiter zur Verfügung. Es wurden in
architektonischer Hinsicht keine nennenswerten Veränderungen mehr vorgenommen. Seit
einigen Jahren werden die erforderlichen Restaurierungsarbeiten durchgeführt. In
jüngster Zeit wurde der Audienzsalon im Erdgeschoss des zentralen Teils des Schlosses
restauriert und neu eingerichtet sowie das Theatertreibhaus restauriert. |