| ERZHERZOG LEOPOLD WILHELM 6.4.1614 - 20.11.1662 | 115 |
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Der Sohn Kaiser Ferdinands II. und Maria Annas von Bayern wurde von klein auf für die geistliche Laufbahn erzogen. Bereits mit elf Jahren wurde Leopold Wilhelm Amtsgehilfe seines Onkels Leopold V. in den Bistümern Passau und Straßburg, dessen Nachfolge er auch bald antrat. 13jährig wurde er zum Bischof von Halberstädt gewählt, 22jährig in dieser Position vom Papst bestätigt. 1636 wurde ihm das Bistum Olmütz und 1655 das Bistum Breslau anvertraut. 1641 wurde er zum Hochmeister des Deutschen Ordens in Wien. Neben seinen geistlichen Pflichten war er auch militärisch tätig. 1639 übernahm er den Oberbefehl über die kaiserliche Armee im 30jährigen Krieg, vertrieb die Schweden aus Böhmen und Schlesien und organisierte den Widerstand der Wiener gegen diese. Zehn Jahre war er Statthalter der Generalstaaten in Brüssel. Dort legte er mit dem Kauf von italienischen und flämischen Meisterwerken den Grundstock für eine riesige Gemäldesammlung, die heute einen wesentlichen Teil des Kunsthistorischen Museums in Wien ausmacht. Sein Wahlspruch lautete: Timore Domini (In der Furcht des Herrn). |