KAISERIN MARIA ANNA, INFANTIN VON SPANIEN    
18.8.1606 - 13.5.1646                                                                        

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Kaiserin Maria Anna
© Österreichische Nationalbibliothek
      

Detail des Sarkophages
Detail des Sarkophages
 © Kapuzinerkloster

Die Kaiserin mit den Kindern Ferdinand (IV.), Leopold (I.) und Maria Anna
Die Kaiserin mit den Kindern Ferdinand (IV.), Leopold (I.) und Maria Anna
© Österreichische Nationalbibliothek

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Die Tochter König Philipps III. von Spanien und Erzherzogin Margaretes von Österreich wurde 1628 nach langen Eheverhandlungen mit Erzherzog Ferdinand (dem späteren Kaiser Ferdinand III.) vermählt. 14 Monate dauerte die Brautfahrt nach Wien.

Maria Anna spielte von Anfang an am Wiener Kaiserhof eine bedeutende Rolle. Sie war eine lebenslustige, herzliche und kluge Frau. 
Ihre Ehe mit Ferdinand war sehr glücklich, da ihre heitere und ausgeglichene Art einen Ausgleich zur zeitweiligen Düsternis ihres Gatten bildete.

Nachdem Ferdinand den Kaiserthron bestiegen hatte, stand sie ihm tatkräftig zur Seite. 
In 15 Ehejahren schenkte sie sechs Kindern das Leben, darunter dem späteren Kaiser Leopold I.

Als während des 30jährigen Krieges die feindlichen Truppen näher rückten, zog sich die kaiserliche Familie nach Linz zurück. 
Die 40jährige Kaiserin war hochschwanger, und kaum in Linz angekommen, bekam sie eine Schwangerschaftsvergiftung, an der sie in kurzer Zeit starb. 
Das noch lebende Kind, eine Tochter, wurde operativ aus dem toten Mutterleib geholt, starb aber ebenfalls.

Beide wurden nach Wien überführt und in einem gemeinsamen Sarg beigesetzt.