KAISER MATTHIAS   14.2.1557 - 20.3.1619

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Kaiser Matthias
© Österreichische Nationalbibliothek
  


Matthias wurde als dritter Sohn von Kaiser Maximilian II. und der Infantin Maria von Spanien (Tochter Karls V.) in Wien geboren.
Er hatte einen offenen Charakter, war fröhlich und gutmütig und deshalb sehr beliebt. Er war politisch sehr ehrgeizig und es traf ihn schwer, dass er, als jüngerer Sohn, vom kaiserlichen Vater testamentarisch nur bescheiden abgefunden wurde.
  
So nahm er 1578 unüberlegt die Generalstatthalterschaft der katholischen Provinzen im Süden der Niederlande an. Das Unternehmen war aber von Anfang an zum Scheitern verurteilt, da die Protestanten bereits die Überhand hatten und Matthias´ Vermittlerrolle kläglich endete.

Im Vertrag von Lieben musste Kaiser Rudolf seinem Bruder Matthias die Herrschaft über Ungarn, Nieder- und Oberösterreich sowie Mähren überlassen.

1611 heiratete Matthias seine Cousine Anna von Tirol. Nach dem Tod Rudolfs II. wurden beide in Frankfurt gekrönt.
Das Paar residierte in Wien. Matthias ließ das Jagdschlösschen Gatterburg im Gebiet des Gatterhölzls, wo heute das Schloss Schönbrunn steht, ausbauen. Während einer Jagd entdeckte der Kaiser dort einen Brunnen. Nach seinem Ausruf: "Ei, welch´ schöner Brunn´ !" erhielt das spätere Sommerschloss der Habsburger seinen Namen.

Der alte Kaiser Matthias legte die Regierungsgeschäfte in die Hände seines Kardinals Khlesl. Seit Jahren auf einen Erben hoffend, musste er noch erleben, dass seine junge geliebte Gattin Ende 1618 starb. Nur drei Monate später folgte Matthias ihr in die Ewigkeit.

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