REICHSGRÄFIN KAROLINE VON FUCHS-MOLLARD
1681 - 27.4.1754

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Karoline von Fuchs-Mollard
© Österreichische Nationalbibliothek 


   
Sarkophag der Gräfin Fuchs-Mollard
Sarkophag der Gräfin Fuchs-Mollard
© Kapuzinerkloster
   

    
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Karoline Fuchs-Mollard ist die einzige Nicht-Habsburgerin, die in der Kaisergruft bestattet ist.
 
Sie kam als Hofdame der Erzherzogin Maria Anna, einer Tochter Kaiser Leopolds I., an den Kaiserhof. Nach der  Hochzeit Maria Annas mit dem König von Portugal blieb Karoline in Wien und heiratete 1710 Christoph Ernst Graf Fuchs. Sie hatte zwei Töchter. Bereits 1719 wurde sie Witwe und kam als Erzieherin der Kinder Kaiser Karls VI. wieder an den Hof. Sie hatte ein inniges Verhältnis zu den Töchtern des Kaiserpaares.
 
Kaiserin Maria Theresia hing zeitlebens mit großer Liebe an ihrer Gouvernante, und auch Franz Stephan holte sich oft Rat bei der inzwischen zur Oberhofmeisterin aufgestiegenen Gräfin.
Es war der ausdrückliche Wunsch Maria Theresias, dass Karoline ebenfalls in der Gruft, im Kreis der kaiserlichen Familie, beigesetzt wurde. Ihr Herz war ursprünglich in der Familiengruft in der Michaelerkirche beigesetzt, ist aber verschollen.
   
Die Inschrift auf dem Sargdeckel lautet: "Zum unsterblichen Angedenken eines wohlwollenden dankbaren Herzens für die edle Erziehung zur Tugend. Ich, Maria Theresia."