| DAS NATURHISTORISCHE MUSEUM |
Die Sammlungen des Naturhistorischen Museums wurden 1748 von Kaiser Franz I. Stephan, dem Gatten Maria Theresias, begründet. Sie waren ursprünglich in der Hofburg untergebracht und ab 1766 öffentlich zugänglich. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Naturaliensammlung um ein Tier- und ein Pflanzenkabinett erweitert. Wissenschaftliches Material von zahlreichen Expeditionen und von der Weltumsegelung der Fregatte Novara vergrößerte die Bestände innerhalb weniger Jahrzehnte enorm. Obwohl ein Teil der Kollektionen 1848 durch einen Brand vernichtet wurde, herrschte ständige Raumnot. Das K.k.Naturhistorische Hofmuseum, das am 10. August 1889
durch Kaiser Franz Joseph feierlich eröffnet wurde,
beherbergte daher nicht nur eine große Schausammlung im Stil des 19. Jahrhunderts,
sondern auch eine leistungsfähige Forschungseinrichtung zur wissenschaftlichen
Aufarbeitung des Sammlungsmaterials. Die ursprüngliche Anordnung der Schausäle, von den
Architekten Karl von Hasenauer und Gottfried Semper nach streng systematischen Kriterien
geplant, wurde bis heute im wesentlichen beibehalten. |
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