| JOHANN SALVATOR (JOHANN ORTH)
25.11.1852 - Sterbedatum unbekannt (1890 verschollen, 1911 für tot erklärt) |
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Johann Salvator ("Gianni") war das zehnte und letzte Kind von Großherzog Leopold II. von Toskana und Maria Antonia von Neapel-Sizilien. Der Liebling seiner Mutter wurde ab dem 12.Lebensjahr am Wiener Hof erzogen und schlug mit 13 Jahren die Militärlaufbahn ein. Nach dem Tod seines Vaters wurde Erzherzog Albrecht, zu dem er in scharfem Gegensatz stand, sein Vormund. Befreundet mit Kronprinz Rudolf, war er wie dieser liberal und antiklerikal eingestellt. Sein Wohnsitz war Schloss Orth bei Gmunden. |
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1889 erklärte er seinen Austritt aus der kaiserlichen Familie. Er verzichtete auf alle
seine Rechte, seinen militärischen Rang und seine Apanage. Er nahm den Namen Johann
Orth an und durfte aufgrund der strengen habsburgischen Hausgesetze den Boden
Österreich-Ungarns nicht mehr betreten. Er erwarb in Hamburg das Kapitänspatent, kaufte sich einen großen Frachtdampfer und trat die Reise nach La Plata an. Dann fuhr er weiter Richtung Chile. Es wird angenommen, dass sein Schiff im Juli 1890 bei heftigen Stürmen am Kap Hoorn unterging. Mit an Bord war Johanns Frau, seine langjährige Geliebte Milli Stubel. Der Besitz von Johann Orth wurde 1912/13 in Berlin versteigert. |
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