PAPIERGELD FÜR ÖSTERREICH

Am 15.Juni 1762 führte Österreich als erster Staat in Mitteleuropa durch kaiserliche Verordnung das Papiergeld ein.
Die Idee zu den "Wiener-Stadt-Banco-Zetteln" stammte von Philipp Ludwig Graf Sinzendorf, der das Privatkapital der Bürger der Öffentlichkeit dadurch zugute kommen lassen wollte, dass die Erwerbung staatlicher Schuldscheine (denn das stellt Papiergeld dar) ermöglicht wurde.
Die "Stadt Wiener Bank" wurde veranlasst, unverzinsliche Wertpapiere im Wert von insgesamt 12 Millionen Gulden auszugeben.
Die Regierung bestimmte, dass ein Drittel aller Steuern und Abgaben in diesen Scheinen bezahlt werden musste.
Durch diese Maßnahme gelang es Österreich, den Krieg mit Preußen ohne Münzverschlechterung zu überstehen.
  

"Wiener-Stadt-Banco-Zettel"

ZAHLEN-LOTTERIE FÜR ÖSTERREICH

Am 26.Februar 1752 erteilte Maria Theresia die Genehmigung zur Errichtung der "Zahlen-Lotterie" (auch "Lotto di Genova" genannt, das heutige "Kleine Lotto") und übertrug das alleinige Recht der Ausübung dem Italiener Ottavio Conte di Cataldi. Die erste Ziehung erfolgte am 21.Oktober 1752.
1756 wurde das Lotto verstaatlicht. Das neu eingerichtete Amt hieß "Lottogefällsdirektion".
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