DIE PEST

Die Pest ist eine bakterielle Infektionskrankheit von Nagetieren, die meist durch Flohstiche z.B. von der Ratte auf den Menschen übertragen wird. Bei der Lungenpest erfolgt die Ansteckung durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch.
Bei der (Beulen-)Pest kommt es zwei bis sieben Tage nach dem Flohbiss zu hohem Fieber mit Schüttelfrost. Es bilden sich sog. Bubonen (große, weiche Lymphknoten, meist in der Leiste). Dazu kommen Kopf- und Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfälle, Hautblutungen und Absterben von Hautgewebe. Unbehandelt kommt es in der Hälfte der Fälle innerhalb von 2 bis 10 Tagen zu allgemeiner Sepsis und Tod. Wegen der dunkel schwarzblauen Hautverfärbung sprach man früher auch vom "Schwarzen Tod".
Die Lungenpest ist eine stürmisch verlaufende Lungenentzündung mit Fieber, Atemnot und Husten im Verlauf der Beulenpest oder nach der Tröpfcheninfektion. Unbehandelt ist diese Krankheit immer tödlich.

1679 breitete sich in Österreich eine Pestepidemie aus, die bereits Ende Jänner in Wien 410 Opfer forderte. Bedingt durch die große Bevölkerungsdichte der Stadt gab es in Wien auch in Folge die meisten Pesttoten, bis November insgesamt 49.486.
    

Das Pestlazarett am Alsergrund
Das Pestlazarett am Alsergrund, das zur Isolierung und Behandlung der Kranken diente
(Votivbild eines unbekannten Künstlers)

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