| PRINZ EUGEN VON SAVOYEN 18.10.1663 - 21.4.1736 |
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Prinz Eugen, der "edle Ritter", wurde als Sohn des Prinzen Eugen Moritz von Savoyen-Carignan und der Olympia Mancini, einer Nichte des französischen Kardinals Jules Mazarin, in Paris geboren. 1683 floh er vom Hof König Ludwigs XIV. von Frankreich und trat in die kaiserliche Armee ein. Seine militärische Feuertaufe erlebte er bei der Entsatzschlacht von Wien am 12.9.1683. Am 14.12.1683 erhielt der Prinz von Kaiser Leopold I. das Kommando über das Dragonerregiment Kufstein (mehr als 800 Mann); Ludwig XIV. hatte ihm wenige Monate zuvor nicht einmal den Befehl über eine Kompanie (etwa 40 Mann stark) anvertrauen wollen. In der Schlacht bei Gran (16.8.1685) bewies der Prinz erneut sein militärisches Geschick und seine persönliche Tapferkeit, sodass er vom Kaiser zum Generalfeldwachtmeister befördert wurde. 1688 bei der Eroberung Belgrads schwer verwundet, war sein Aufstieg dennoch ungebrochen: 1693 erfolgte die Ernennung zum Feldmarschall, 1697 zum Oberbefehlshaber der kaiserlichen Truppen; 1703 übernahm er das Amt des Hofkriegspräsidenten. Als Staatsmann war Prinz Eugen an fast allen Friedensschlüssen seiner Zeit beteiligt. Er stand mit zahlreichen Gelehrten in Verbindung und war ein großer Förderer der Kunst sowie ein kenntnisreicher Sammler von Büchern und Landkarten. Prinz Eugen ließ das Obere und Untere Belvedere errichten, nicht zum Wohnen, sondern als Lustschloss für Festlichkeiten. Über sein Verhältnis zu den drei Habsburger Regenten, denen er diente, soll der Prinz einmal erklärt haben:"Kaiser Leopold I. war mein Vater, Joseph I. mein Bruder und Karl VI. mein Herr." Prinz Eugen starb im Alter von 72 Jahren in Wien. |