Alte Fotos und Beschreibungen der Gruft vermitteln einen Eindruck davon,
in welch schlechtem Zustand sich vor allem die älteren Särge befanden.
Ständige Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen und die
permanenten Besucherströme hatten natürlich Folgen: Korrosionskrater,
Löcher und Risse entstanden.
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© Kapuzinerkloster
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Vor allem horizontale
Flächen hatten begonnen, Schicht um Schicht abzublättern,
Bodenplatten waren durchgebrochen, Schmuckelemente begannen sich
abzulösen, waren durch Zersetzung abgebrochen oder Gruftbesucher
hatten sie entwendet.
Die Gusskerne zahlreicher Figuren hatten sich mit Feuchtigkeit
vollgesogen und von innen die Form gesprengt, Sargwände sich
unter dem Gewicht ihrer Deckel verzogen.
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Die erste
Restaurierungskampagne erfolgte in den Jahren 1852/53.
1956 wurde die "Gesellschaft zur Rettung der
Kapuzinergruft" ins Leben gerufen, um die Öffentlichkeit über
den gefährdeten Zustand der Gruft zu informieren und Mittel für
eine Restaurierung aufzubringen und erste Sanierungsarbeiten
einzuleiten.
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© Kapuzinerkloster
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Voraussetzung für alle weiteren Maßnahmen stand an erster Stelle
die Schaffung von zusätzlichem Raum und die Trockenlegung der
Gruft.
1960 wurde der Bau der Neuen
Gruft fertiggestellt, und nach der Überstellung von 26
Särgen aus der überfüllten Toskanagruft konnte mit den ersten
Trockenlegungsarbeiten begonnen werden.
Die Arbeit in der Kaisergruft
erfordert hochqualifizierte Fachleute.
Die Restaurierung und Konservierung der Kunstwerke erfolgt in
enger Zusammenarbeit mit den Kapuzinern, der "Gesellschaft
zur Rettung der Kapuzinergruft", dem Bundesdenkmalamt und dem Wiener
Altstadterhaltungsfonds.
Um
zukünftigen Generationen die einmaligen Werke der Kaisergruft zu
erhalten, ist die Klimatisierung der Gruft geplant. Die nötigen
Arbeiten werden in nächster Zeit beginnen. |
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