DAS KLOSTER DER SALESIANERINNEN


Das Salesianerinnenkloster früher
Bild 8 (siehe Bildquellennachweis)


  

Amalia Wilhelmina
Bild 9 (siehe Bildquellennachweis)


   

Sarkophag von Amalia Wilhelmina
Bild 10 (siehe Bildquellennachweis)



  
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Das Kloster der Salesianerinnen am Rennweg schließt direkt an die Schloss- und Gartenanlage des Belvederes an.
  
Das Hauptportal ist mit dem Reichsadler und der Kaiserkrone verziert und trägt die Initialen W.A. Diese weisen auf die Stifterin des Klosters, Amalia Wilhelmina, hin. Die Gemahlin von Kaiser Joseph I. beschloss nach ihrer Genesung von den Pocken, "auf den Tod hin im Angesicht der Ewigkeit zu leben".Nach 1772 zog sich die Kaiserin immer öfter in das Kloster am Rennweg zurück.
 
Der Grundstein wurde 1717 gelegt, die Kirche 1728 vollendet und geweiht. Das Kloster war auch Erziehungs- und Bildungsanstalt für adelige Mädchen.
Die Anlage umfasst acht Höfe.

In ihrem Testament verfügte Kaiserin Amalia Wilhelmina, im Ordenskleid der Salesianerinnen in einem schlichten Steinsarkophag in der Gruft des Klosters unter dem Hochaltar beigesetzt zu werden.
   
Nur ihr Herz sollte in der Kapuzinergruft zu Füßen ihres Mannes liegen.
Ihre Begräbnisstätte ist immer noch unverändert, liegt aber in der Klausur des Klosters und kann nicht besichtigt werden.

Auch nach dem Tod von Amalia Wilhelmina blieb das Kloster in kaiserlicher Gunst. Maria Theresia hielt sich gerne bei den Salesianerinnen auf, und Joseph II. schätzte ebenfalls die Erziehungs- und Bildungsarbeit der Schwestern. Daher blieb das Kloster auch von einer Auflösung verschont.

Später unterstützten Marie Thérèse Charlotte, die Tochter von Marie Antoinette, und Kaiserin Karolina Augusta, die vierte Gemahlin Kaiser Franz II. / I. das Kloster. Auch Kaiserin Elisabeth weilte oft bei den Salesianerinnen.