DIE SARKOPHAGE

     
Sarkophag von Maria Anna
Sarkophag von Maria Anna
  © Kapuzinerkloster

Sarg von Kaiser Josef II.
Sarg von Kaiser Joseph II.
© Kapuzinerkloster

Prunksarkophag von Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Franz I. Stephan
Prunksarkophag von Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Franz I. Stephan
© Kapuzinerkloster

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Bis weit ins 18.Jhdt. war das gebräuchlichste Material für die Sarkophage Zinn, das legiert und mit Schellack "bronziert" wurde.
Die Prunksärge des Barock und des Rokoko sind aus Bronze, einem edleren und daher teureren Material.
   
Josef II. bestimmte die Verwendung von leichterem und billigerem Kupfer, das man bis ins 19.Jhdt. verwendete.
      
Im späteren 19.Jhdt. bürgerte sich eine Mischung von Gelb- und Bronzeguss sowie silberbronziertem Kupfer ein.
Andere Metalle wurden nur selten verwendet, außer bei Versilberungen und Vergoldungen von Zierrat.

Zur Herstellung wurden verschiedene Techniken der Metallverarbeitung angewendet: Vollguss für die Sarkophage, Hohlguss für den Skulpturenschmuck, Ziselierungen, Gravierungen und Treibarbeiten zur Oberflächengestaltung.
Truhen und Deckel sind vernietet, Ornamente und figürliche Verzierungen angeschraubt.

Um die Stabilität der riesigen Prunksarkophage zu garantieren, arbeitete man mit Eisenverstrebungen und Holzauskleidung. Dadurch vermied man auch gleichzeitig das Verziehen und Verformen der Sargwände durch das Gewicht des Deckels (im Fall des Doppelsarkophags von Maria Theresia und ihrem Gemahl ca. 1700 kg!)

Die beiden vorherrschenden Sargtypen, der "Truhensarg" mit flachem Deckel und der "Holzgestaltsarg" mit erhöhtem, trapezförmig abgeschrägtem Deckel, kehren in zahlreichen Variationen immer wieder.