| SCHLOSS SCHÖNBRUNN |
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Die Geschichte Schönbrunns und seiner Vorgängerbauten reicht bis ins Mittelalter zurück. Im 14.Jh. beherbergte die "Katterburg" einen Mühlenbetrieb mit Meierei und Wirtschaftsgebäuden. Im 16.Jh. wurde die "Katterburg" in einen Herrensitz umgewandelt. Dieses Herrenhaus wurde 1569 von Maximilian II. angekauft und kam damit in habsburgischen Besitz. Maximilian ließ dort einen Tiergarten anlegen, der zur Zucht von Edelfischen und für die Haltung einheimischen Jagdwildes bestimmt war. Kaiser Ferdinand II. stellte die Katterburg 1622 seiner Gemahlin Eleonora von Mantua als Sommersitz zur Verfügung. Nach Ferdinands Tod wählte Eleonora 1638 das Anwesen als Witwensitz und ließ ein Lusthaus anbauen. Die gesamte Anlage erhielt nun den Namen "Schönbrunn", der auf die Entdeckung des "Schönen Brunnens" durch Kaiser Matthias um 1615 zurückgeht. Während der Türkenbelagerung 1683 wurden auch Schönbrunn und der Tiergarten verwüstet. 1696 bis 1700 erbaute Fischer von Erlach im Auftrag von Joseph I. die kaiserliche Sommerresidenz Schloss Schönbrunn. Sein erster Entwurf, der den Bau eines gigantischen Schlosses auf dem "Gloriette-Hügel" vorsah, erwies sich als nicht realisierbar. Daher errichtete er ein 175m breites und 55m tiefes Schlossgebäude, das zur Hof- und Parkseite hin zwei ähnliche, reich gegliederte Barockfassaden besitzt. Die stufenweise hervortretenden Flügel der Hofseite erinnern an das Versailler Vorbild des Schlosses, aber auch die Einflüsse des italienischen Palastbaus werden deutlich. Die Außenwände sind in einem warmen Gelbton gehalten, dem sogenannten Schönbrunner Gelb. Unter Kaiserin Maria Theresia wurde das ehemalige Jagdschloss Josephs I. zu einem Residenzschloss umgebaut und erweitert und erhielt in der Folge weitgehend das heutige Aussehen. |
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"Erstes Projekt, das der Autor angefertigt hat..." Stich aus dem "Vierten Buch" des 1721 erschienenen Werks "Entwurf einer historischen Architektur" von Johann Berhard Fischer von Erlach |
Das kaiserliche Lustschloss Schönbrunn, von der Gartenseite gesehen (Ölgemälde von Bernando Bellotto, genannt Canaletto, um 1760) |