| ERZHERZOGIN SOPHIE VON BAYERN 27.1.1805 - 28.5.1872 | 137 |
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Sophie wurde als Tochter von König Maximilian I. von Bayern und Karoline von Baden geboren. Ihre ausgeprägte Persönlichkeit, ihr Einsatzwillen und ihre hohe politische Aktivität bescherten ihr den Ruf "des einzigen Mannes bei Hof". 1824 hatte sie Erzherzog Franz Karl, einen Sohn von Kaiser Franz II. / I. geheiratet. Erst nach sechs Ehejahren und zahlreichen Salzkuren in Bad Ischl bekam Sophie ihre Söhne: die "Salzprinzen" Franz Joseph, Ferdinand Maximilian, Karl Ludwig und Ludwig Viktor, der 1919 auf Schloss Kleßheim bei Salzburg starb und auf dem Friedhof von Siezenheim begraben liegt. Sophie war politisch äußerst einflussreich, sie verstand es, im Hintergrund die Fäden zu ziehen. In der Revolutionszeit ging ihr Einfluss weit: die gnadenlose Unterwerfung der Revolution (sie hasste vor allem die Ungarn), die Aufhebung der ersten Verfassung und die enge Verbindung Staat-Kirche gingen auf sie zurück. Sie war auch für die betont deutsch - orientierte Politik verantwortlich, die Kaiser Franz Joseph in seiner Regierungszeit verfolgte, und die mit ein Grund für viele innerpolitische Schwierigkeiten im Vielvölkerstaat war. |
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1848 brachte sie ihren Gemahl dazu, nach der Abdankung Kaiser Ferdinands
I. zugunsten seines Sohnes Franz Joseph auf die Thronbesteigung zu verzichten. Damit
war ihr Lebensziel erreicht, was sie aber nicht davon abhielt, sich weiter in das Leben
Franz Josephs einzumischen. Als er gegen ihre Empfehlung Elisabeth
in Bayern ("Sisi") heiratete, trug sie dazu bei, die junge Kaiserin ihrem Mann,
ihren Kindern (deren Erziehung sie übernahm) und dem Wiener Hof zu entfremden. Die einzige Person, der Sophie in jungen Jahren wirklich freundschaftlich verbunden war, war der Herzog von Reichstadt. Nach dem Tod ihres Sohnes Kaiser Maximilian von Mexiko zog sie sich gebrochen ins Privatleben zurück. Sophie starb mit 67 Jahren an Gehirnkrämpfen. |
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