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Nach einem aufsehenerregenden Grabraub wurde das Grab von
Mary Freiin Vetsera am 22. Dezember 1992, im Beisein des Fernsehens und der Presse,
amtlich geöffnet und leer aufgefunden. Ein Linzer Möbelhändler namens Helmut
Flatzelsteiner hatte geglaubt, die Affäre von Mayerling auf seine Weise klären zu müssen.
Er öffnete bei Nacht und Nebel die Gruft der Baronesse
Vetsera, stahl deren Gebeine und ließ sie von Gerichtsmedizinern und anderen Gutachtern
untersuchen. Durch die internationale Berichterstattung ging die Meldung vom Raub der
Gebeine der Baronesse Mary Vetsera um die Welt.
Nach gerichtsmedizinischen Untersuchungen der sterblichen
Überreste wurden diese am 28. Oktober 1993 wieder beigesetzt. Um die Würde der Feier vor
jeder Sensationslüsternheit zu schützen, wurde die Beisetzung geheim, im Morgengrauen,
durchgeführt. Der hochwürdigste Herr Abt Gerhard Hradil nahm persönlich die Einsegnung
vor. Die Gruft wurde mit Erde zugeschüttet, um einer neuerlichen Schändung vorzubeugen.
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