| BEGRÄBNISZEREMONIEN |
Die meisten Bestatteten wurden nach der Sezierung einbalsamiert und ihre Eingeweide in kupfernen Urnen in der Herzogsgruft zu St.Stephan bestattet. Ihre Herzen, aufbewahrt in silbernen Bechern, kamen in die Herzlgruft von St. Augustin (Tradition der getrennten Körper-, Herz- und Intestinabestattung des Wiener Hofes). Die Toten ruhen in Holzsärgen, die mit Samt überzogen und mit
Metallbeschlägen verziert sind. Für die Särge der regierenden Herrscher und ihrer
Gemahlinnen wurde schwarzer Samt und Goldstoff, für die der Erzherzoge und -herzoginnen
roter Samt und Silberstoff verwendet. Die Begräbniszeremonie erfolgte so, dass der Leichenzug,
von der Hofburg kommend, nach der Aufbahrung in der Hofburgkapelle bzw. im Stephansdom zum
Kirchentor des Kapuzinerklosters zog. Dort erwartete der Kustos der Kaisergruft mit den
Patres den Trauerkondukt und geleitete diesen in die schwarz |